Curriculum vitae - Statement
In Oberbayern geboren und in München aufgewachsen, habe ich mit sechzehn Jahren meine Begabung für die Holzschnitzerei und meine Liebe zur Philosophie und Psychologie entdeckt. Arzt, später Kinderarzt, war ich mit Leidenschaft, bin 1989 zum Professor auf Lebenszeit ernannt worden (spezialisiert auf Lungenheilkunde, Allergologie und Naturheilverfahren), habe mich mit 45 Jahren wieder selbstständig gemacht und in München eine große Praxis betrieben. Ich war begeisterter Familienarzt, bin glücklich (wieder) verheiratet, Vater von sechs erwachsenen Kinder und Großvater.
Viele Künstler waren Ärzte, viele Ärzte wurden Künstler. Es scheint mir, als würde die intensive Beschäftigung mit dem Mitmenschen meinen Blick für das Wesentliche geschärft haben. Die Kunst wurde in den letzten Jahren immer mehr zu meinem Lebensschwerpunkt. Immer war mir die nonverbale Kommunikation wichtig, also das, was Kinder und Erwachsene mitteilen, wenn sie nicht sprechen können oder wollen. Kunst beginnt dort, wo Sprache aufhört.
Meine künstlerische Laufbahn begann 2001 mit der Antwort auf die Akademische Frage der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina: „Rodin´s Denker – Worüber denkt er nach?“. Seither habe ich an Dutzenden von nationalen und internationalen Ausstellungen teilgenommen.
Ich bin davon überzeugt, dass Kunst Gespräch und keine Dekoration ist. Themen meiner Arbeit sind die Interaktion zwischen Menschen, ihre Beziehung zueinander, aber auch ihre Verwandlung innerhalb von Horden oder Massengesellschaften. Mir ist vor allem auf die Körpersprache wichtig, weniger die äußere Form. Als Medien verwende anthropomorphe Alabaster-, Bronze- und Holzfiguren. Einige von ihnen sind als „Maschinenkunst“ in mechanische Konstruktionen eingebunden. Digital transformierte und komponierte Fotografien zeigen Archetypisches in „Digitalen Gemälden“ oder „Lichtzeichnungen“. Kurzfilme mit musikalischer Untermalung, Bücher und Installationen ergänzen meine Arbeiten. Jede Skulptur, jedes Bild, jeder Film erzählt eine oder mehrere Geschichten. Die Figuren sind zum Anfassen konzipiert. Besucher sind eingeladen, ihr eigenes Kunstwerk zu Kunst, Philosophie, Politik, Geschichte und Psychologie zu schaffen.
Einzelausstellungen fanden in München, Berlin, Mainz, New York und Mannheim statt, Gruppenausstellungen in Antwerpen, Verona, Innsbruck, Karlsruhe, London, Luxemburg, Berlin, Mailand, Palermo, Paris, Rom, Salzburg und München. Ich arbeite seit Jahren mit Art-Innsbruck, Galartery, ARTMUC-München und der Galerie Böhner Mannheim zusammen, bin Mitglied des sculpture-network und der Gruppe freiraum artkultur in München.
Walter Dorsch lives and works as artist and medical doctor in Munich.
He is convinced that art is conversation and not decoration. The theme of his work is the interaction between people, their relationship to one another, but also their transformation within hordes or mass societies. Above all, he pays attention to their body language – less to their external form. As media he uses anthropomorphic alabaster, bronze and wooden figures. Some of them are tied up in mechanical constructions as “machine art”. Photographs transformed and composed digitally show archetypal in “digital paintings” or “light drawings”. Short films with musical background, books and installations complete his work. Every sculpture, every picture, every film tells one or more stories. The figures are designed to be touched. The visitor is invited to create his own artwork and talk about art, philosophy, politics, history and psychology.
Solo exhibitions took place in Munich, Berlin, Mainz, New York and Mannheim, group exhibitions in Antwerp, Verona, Innsbruck, Karlsruhe, London, Luxembourg, Berlin, Milan, Palermo, Paris, Rome, Salzburg and Munich.
WD has been working for years with Art-Innsbruck, Galartery, ARTMUC-Munich and Galerie Böhner Mannheim, he is member of the sculpture-network and the group freiraum artkultur in Munich.